VON POPEYE LERNEN

Eisen-Blog

In meinem ersten Leben muss ich ein Faultier gewesen sein – ich bin quasi immer müde. Aber weil ich das nicht länger akzeptieren möchte, bin ich der Sache auf den Grund gegangen. Erster Verdächtiger: Ein Eisenmangel.

Eisen ist ein wichtiger Mikronährstoff in unserer Ernährung. Viele von uns haben das bereits als Kind gelernt, meistens in Verbindung mit einem Verweis auf Popeye und seine Wahnsinnskräfte. Seinerzeit ging man noch davon aus, dass in Spinat, Popeyes Lieblingsnahrungsmittel, ganz besonders viel Eisen steckt und das grüne Gemüse dem Zeichentrickhelden deswegen Superkräfte verleiht. Unter den Gemüsesorten schneidet Spinat als Eisenlieferant tatsächlich mit rund 2,7mg auf 100 Gramm sehr gut ab, jedoch enthalten andere Lebensmittel noch weitaus mehr – Nüsse, Linsen und Bohnen bieten zum Beispiel ebenfalls fabelhafte Eisenwerte. Wer Fleisch und Fisch verzehrt, findet auch hier eine optimale Eisenquelle.

Aber zurück zum Wesentlichen und der Frage, welche Rolle Eisen in unserer Ernährung spielt. Grundsätzlich empfiehlt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Frauen (im Alter von 19 bis 51 Jahren) eine Tagesdosis von 15mg, Männern im gleichen Altern eine Dosis von 10mg pro Tag. Nahrungsergänzungsmittel sind auch hier wie so oft bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig. Ist die eigene Ernährungsweise jedoch zu einseitig, kann es mitunter zum Eisenmangel kommen. Zwei mögliche Anzeichen für einen solchen Eisenmangel können andauernde Müdigkeit und Schwindel sein. Der Körper sendet auf diese Weise quasi Warnbotschaften, denn Eisen ist für seine Funktionsfähigkeit sehr wichtig. So ist Eisen zum Beispiel in unseren roten Blutkörperchen mit dafür verantwortlich, unsere Zellen mit Sauerstoff zu versorgen. Ohne ausreichend Sauerstoff in unseren Zellen sind wir weniger leistungsfähig, das heißt auch schneller erschöpft und müde.

Besteht der Verdacht eines Eisenmangels, sollte unbedingt der Hausarzt kontaktiert werden. Nur so kann die tatsächlich Ursache für die Symptome herausgefunden und diese optimal behandelt werden. Denn genauso notwendig wie Eisen für den menschlichen Körper ist, genauso schädlich ist es auch, wenn es zu einer Überdosis kommt. Denn der Körper kann überschüssiges Eisen nicht eigenständig abbauen. Stattdessen speichert er es in den Organen, was zu deren Schädigung führen kann. Gemeinsam mit einem Arzt lässt sich auch am besten rückverfolgen, wie es zum Mangel gekommen ist und ob vielleicht eine Ernährungsumstellung Abhilfe schaffen könnte.

Allerdings muss der Grund für ständige Müdigkeit nicht zwingend an einem Nährstoffmangel liegen. Der erste Lösungsansatz sollte immer der naheliegendste sein: Eine große Mütze Schlaf.  Gerade wenn der Schlafrhythmus aufgrund äußerer Umstände längerfristig durcheinander gebracht wurde, kann der Körper auch etwas länger brauchen, um die die benötige Ruhepause wieder zurückzuholen. Auch Stress in jeglicher Form setzt dem Körper zu und kann ihn müde machen. Dazu gehört neben Stress in Schule oder Beruf auch der Stress der durch intensives Training oder eine sich anbahnende Krankheit ausgelöst werden. Wenn der Organismus etwa gerade damit beschäftigt ist, sich gegen ein Heer an Erkältungsviren zu wehren, ist er geschwächt und leichter zu ermüden.

Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sollten in diesen Situationen immer nur als Notfallhilfe angesehen werden, sie sind aber niemals die Lösung des Problems. Oftmals hilft ausreichendes Trinken (never forget your water bottle!) und eine Runde Bewegung an der frischen Luft sogar wesentlich besser dabei, aus der Müdigkeit auszubrechen, als ein Pott Kaffee.

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