LOMBOK UND DIE GILIS

Processed with VSCO with f2 preset

Ich wünschte ich hätte die Gelegenheit gehabt, Bali vor rund 20 Jahren schon einmal zu sehen. Wir haben mit einigen Locals darüber gesprochen, wie Bali ursprünglich einmal war, wie es sich durch den Tourismus verändert hat und was wohl die Zukunft bringen wird.

please scroll down to read the english version of this post

Wer Bali für ein paar Tage verlässt um auch die Nachbarinsel Lombok kennenzulernen, bekommt möglicherweise einen Eindruck davon, wie Bali früher einmal gewesen sein könnte. Auch ein Trip nach Lombok ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Das sieht man spätestens an den unzähligen Angeboten an den vermeintlichen Touristeninformationen. Reiseanbieter für eine Überfahrt von Bali nach Lombok gibt es wie Sand am Meer. Zum Glück gibt es aber auch eine Vielzahl von Online-Portalen die mitunter davor warnen, sich in eines der Schnellboote hineinzusetzen. Grundsätzlich ist meist von drei unterschiedlichen Möglichkeiten die Rede, Lombok und die Gilis zu erreichen: Per Flugzug, per Speedboat oder per herkömmlichem Boot. Überraschenderweise gilt das Flugzeug nicht nur gemeinhin als die sicherste Variante, sondern sie ist auch meist die günstigste. Mit den Speedboat Anbietern verhält es sich leider meist wie mit den Taxifahrern – man zahlt immer so viel, wie man bereit ist zu zahlen. Fixe Preise gibt es nicht, wer nicht handelt verliert. Wir haben jedenfalls keine Minute bereut, uns bequem online einen günstigen Flug herausgesucht zu haben, mit dem wir in Windeseile von einer Insel zur anderen kamen.

Processed with VSCO with f2 preset

Das Verlassen des Flughafens in Lombok kann leider schnell zum Spießroutenlauf werden. Hinter den klimatisierten Ausgang warten nämlich mitunter hunderte (private) Fahrer auf spendable Touristen, die sie in ihre Hotels bringen können. Die Preise sind in den meisten Fällen Abzocke und mit der Freundlichkeit ist es nach erfolgreichem Vertragsabschluss schnell vorbei. Es empfiehlt sich daher gleich in der Flughafenvorhalle ein Ticket für den öffentlichen Bus zu kaufen. Dieser fährt rund alle 20 Minuten draußen vom Parkplatz in Richtung Mataram und den touristischen Zentren.

lombok-2

Von Lombok auf die Gilis wiederum sind auch wir aufs Boot umgestiegen. Doch auch hier gibt es gewaltige Unterschiede. Am besten haltet ihr es wie die Einheimischen und kauft ein Ticket am Schalter. Das kostet weniger als ein Fünftel von dem, was anderen Touristen beim Händler nebenan entlohnen müssen. Wir etwa haben für unsere Überfahrt 85.000 bezahlen müssen für zwei Personen. Das Pärchen neben uns im Boot hat für das gleiche Boot an einem anderen Schalter 500.000 gezahlt.

lombok-9

Ist man erste einmal angekommen, entschädigen die Gilis jedoch für jedes mittelschwere Anreisedrama. Denn diese drei kleinen Inseln in der Balisee wirken wirklich wie ein Stück Paradies. Weißer Sandstrand, türkisfarbenes Meer und das Hippie Flair, das ich auf Bali so sehr erwartet und dann doch vermisst habe. Sicherlich ein Grund dafür könnte sein, dass auf den Gilis motorisierte Verkehrsmittel verboten sind. Das sorgt nicht nur dafür, dass man hier stundenlang der Brandung lauschen kann, sondern auch für wesentlich bessere Luft. Anstatt mit Motorrollern fahren hier Fahrräder, Pferdekutschen und vereinzelt Elektroroller über die Inseln.

lombok-8

Bedauerlicherweise hatten wir während unserer Reise nur Zeit für eine der Gilis. Für unseren Abstecher haben wir uns für Gili Air entschieden, die zweitgrößte der Inseln. Wer es gerne etwas lebhafter mag und vielleicht auch auf die eine oder andere Party aus ist, der sollte nach Gili Trawangan, noch ein bisschen ruhiger und entspannter geht es auf Gili Meno zu. Es lohnt sich aber auch absolut, etwas mehr Zeit einzuplanen und alle drei Inseln zu erkunden. Dann verpasst man auch nicht so wie wir die Gelegenheit, eines Tauchkurses oder eines Schnorchel-Trips. Denn für beides gibt es unzählige Anbieter, die einem die Unterwasserwelt ein Stück näher bringen. Die Dichte an Wasserschildkröten rund um die Gilis macht außerdem Hoffnung auf eine ganz besondere Begegnung unter Wasser. Wir mussten leider ohne ein Unterwasser-Date wieder abreisen, aber auch vom Strand aus lässt sich mit einem einfachen Schnorchel und einer Taucherbrille viel entdecken.

 

Bevor ihr jetzt den Koffer packt noch ein paar Kleinigkeiten, die man bei seiner Reise im Hinterkopf behalten sollte:

Lombok ist im Unterschied zu Bali muslimisch geprägt. Um argwöhnische Blicke oder unangenehme Situationen zu vermeiden, sollte man sich daher etwas auf die kulturellen Gegebenheiten vorbereiten. Trotz hochsommerlichen Temperaturen kann es eine gute Idee sein, sich ein Tuch einzupacken, das man nach dem Strandbesuch etwa über seine nackten Schultern legen kann. Während des Ramadans sind die meisten Restaurants tagsüber geschlossen. Je nachdem wo man unterwegs ist, wird es dadurch etwas schwieriger, einen spontanen Snack zu kaufen. Die meisten touristischen Anlagen haben jedoch durchgehend geöffnet. Essen und Trinken in der Öffentlichkeit ist in dieser Zeit dennoch nicht besonders gerne gesehen. Herausfordernd wird das Ganze, wenn die Dämmerung hereinbricht. Denn dadurch, dass nun gegessen und getrunken werden darf, liegt der Rest des Lebens quasi für eine ganze Weile lahm. In dieser Zeit kann es zum Ding der Unmöglichkeit werden, ein Taxi zu bekommen. Dies ist auch der Grund, warum wir unglücklicherweise an drei dubiose Polizisten gerieten, die uns für ein Vielfaches des üblichen Preises nach Hause begleiten wollten und offenbar die Sache mit dem „Freund und Helfer“ deutlich anders interpretierten als wir. Zur Sicherheit also auch hier stets die Nummer der Hotels sowie eines lokalen Taxianbieters in der Tasche haben!

lombok-11

LOMBOK AND THE GILIS

 

I wish I would have had the chance to explore Bali 20 years ago. We spoke to some locals about the past and the way Bali has changed within the last decades due to tourism. If you escape Bali for some days to explore the neighbouring island Lombok, you will probably get an impression how Bali could have been like in the past.

Let’s face it: Even lombok isn’t a insider tip anymore. This is something you can realize at every tourist information that wants to sell a trip to Lombok or the Gilis. There a planty of them on the island. Luckily there are just as much online forums that help you to find the best way of reaching your destination. Most of them warn you to take the speed boats. Actually there are three common ways how to get there: By plane, by speedboat or by ferry. Surprisingly the flight is most often not only rated as the safest choice but also the cheapest. Some locals joke: Getting to the airport is much more risky than any flight you could take. Unfortunately the speedboat providers are comparable to the taxi drivers – you will always pay the price they want to charge you. There a no such things as fixed prices, if you don’t bargain, you will lose. In our case we went fort he flight and we were very happy that we did so. It was comfortable, at a favourable and probably also the fastest solution.

lombok-4

To exit the airport can be pretty tricky. Right after the air-conditioned terminal are round about hundred (private) drivers for generous tourists that they can bring to their hotels. The prices are usually rip-off and their friendliness is gone right after the sucessful deal. You better get your ticket for the public bus directly at the terminal. The bus starts every 20 minutes in front of the airport and it has stops in the capital Mataram and at every touristic center along the coast.

lombok-6

To get from Lombok to the Gilis we changed from plane to boat. No surprise – here you can find lots of different offers as well. It’s always good to see how the locals do it. In this case you should look like the official ticket corner where the locals buy their tickets as well. Here you will pay fifth part of the price they charge you at the so called tourist information. We had a couple next to us in the boat that payed 500.000 for the trip. We payed 85.000 for the same boat, just at a different counter.

lombok-5

As soon as you get there, you will forget about all the challenges of the trip. Because those three little island really are a piece of paradise. White sand, turquoise sea and this hippie flair I had in mind when I first reached Bali and that I haven’t experienced so far. One of the reasons why the Gilis are just a little prettier ist he fact that motorised vehicles are not allowed on every one of the islands. Instead you can find bikes, horse-drawn carriages and electric scooters. Due to the missing scooters you can finally listen to the surf and enjoy the nice air.

lombok-1

Unfortunately we only had time for one Gili during our vacation. We decided us for Gili Air, the second largest of the three island. If you prefer to have some more people and party, you should check out Gili Trawangan, if you more the relaxed type of traveller, Gili Meno will probably be your favorite. It’s definitely worth it to plan a little more time to see all three of them. Unfortunately we missed the chance to book one of the snorkeling trips or diving courses you can get everywhere on the Gilis. The best thing: There are so many sea turtels in this area, that you will probably have the chance to meet them in person. I was a little sad that I had to leave without my underwater date but you sure can have a little snorkeling experience at the beaches as well.

lombok-3

 

Before you start to pack your bags, you should keep some things in mind that could be useful for your trip:

Lombok, in comparison to Bali, has a mostly Muslim population. To prevent suspicious looks and unpleasant situations, you should prepare for the cultural circumstances. Even though the weather is boiling hot, it’s good to always have a scarf with you that you can use as a stole on your naked shoulders after the beach. While Ramadan most of the restaurants on the island are closed during daytime. Depending on where you are it can be a little more difficult to find a quick snack. Usually the touristic places are open though. The locals are usually not very pleased to see you eating and drinking in public during this time either.

It can really get quite challenging when it’s getting dark. Because this is the time when everyone is allowed to eat so the rest of the public life kind of cripples. It can be really difficult to get a taxi now. That’s the reason why we met some rather shady policemen that tried to make the deal of the day buy asking us to pay a multiple of the actual price for a transport back to our hotel. Another reason why you should always have your hotel‘s telephone number and one from a local taxi company in your pocket.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s