PRAY – BALI DIARY #3

bali-pray-thumbMit Bali verbinden die meisten Leute traumhafte Strände, schmuckvolle Tempel und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Bali ist all das, aber auch noch viel mehr. Wir haben – ausgestattet mit Roller und Rucksack – unser ganz eigenes Bali erkundet.

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Vermutlich gibt es nur zwei verschiedene Arten, Bali kennenzulernen. Entweder investiert man in ein schickes Resort, in dem man zwei Wochen lang die Schönheit des türkisfarbenen Meeres und den Geschmack der frischen Papayas bewundert, oder aber man mischt sich unter die Einheimischen und versucht so viele Punkte von der Bali Bucketlist wie möglich abzuhaken, von Wasserfällen, über Reisfelder bis hin zur Vulkanwanderung. Beide Möglichkeiten haben ihren ganz eigenen Reiz, sind jedoch nur schwerlich miteinander vergleichbar. Keine Frage, Bali ist wunderschön. Doch es ist auch furchtbar voll, laut und mitunter schmutzig.

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Zu allen drei Attributen haben wir, das heißt die reisehungrigen Touristen mitbeigetragen. Daher habe ich gar kein Recht zu urteilen und musste aber doch während unserer Reise viel darüber nachdenken, was jeder einzelne von uns der Natur und Kultur für Schaden und Nutzen bringen kann. Aber das ist ein anderes Kapitel. Für die folgenden Tipps wäre ich vor Antritt unserer Reise sehr dankbar gewesen, daher lasst uns mit ein paar ganz praktischen Hinweisen starten:

„Transport, Transport!“

Wenngleich Bali eigentlich nicht besonders groß ist – 5.780 Quadratkilometer um genau zu sein – lässt sich die Insel innerhalb von knapp zwei Wochen nur schwerlich komplett erkunden. Hauptsächlich deshalb, weil eine Reise von A nach B in Bali gefühlt länger dauert, als überall sonst. Das liegt nicht nur an den mangelnden Pferdestärken der Roller, sondern hauptsächlich an der Dichte des Verkehrs. Es gibt zwei Dinge, die einem in Bali wirklich an jeder Ecke angeboten werden: Massagen und Transport. Letzteres entweder auf einem der unzähligen Roller oder per PKW. Viele Einheimische verdienen ihr Geld mit dem Transport der Touristen, entsprechend hartnäckig sind sie mitunter im Anwerben potenzieller Kundschaft.

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Ehrlicherweise gehe ich persönlich lieber auf Nummer sicher, als meinen Urlaub aufgrund eines waghalsigen Beifahrerabenteuers frühzeitig beenden zu müssen. Daher haben wir alle Angebote, uns zu dritt ohne Helm auf einen Roller zu zwängen oder mit völlig Fremden drei Stunden im privaten PKW zu verbringen, dankend abgelegt. Die veranschlagten Preise für ein solches Abenteuer übersteigen größtenteils ohnehin die Preise für offizielle Taxen oder Rollervermietungen. Wir haben uns für 5 Tage einen eigenen Roller bei Bali Bike Rental gemietet und waren mit der Preisleistung vollauf zufrieden. Der Roller war nicht nur in sehr gutem Zustand, sondern wurde auch direkt ans Hotel gebracht und am Ende der Mietzeit wieder abgeholt. Neben vertrauenswürdigen Helmen kann auch allerlei anderer Schnickschnack mit hinzubestellt werden –  in unserem Fall hat sich die Handyhülle zum Navigieren sehr bewährt.

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Das blaue Vögelchen

Für längere Strecken oder Reisen mit Gepäck lohnt es sich natürlich, auf den PKW umzusteigen. Gerade für übliche Touristenstrecken, wie etwa den Flughafentransfer, solltet ihr wenn möglich auf das offizielle Taxiunternehmen Bluebird zurückgreifen. Natürlich gilt auch hier die goldene Regel „erst nach dem Preis fragen, dann einsteigen“, wenn der Taxameter läuft, seid ihr jedoch meist auf der sicheren Seite. Es ist wirklich sinnvoll, sich vorab in Foren über übliche Preise für eine Strecke zu informieren – die Preisspanne ist schier grenzenlos und oftmals rein vom Wunsch des Fahrers abhängig. Speziell am Flughafen buhlen unzählige private Fahrer um die Gunst der Touristen. Lasst euch hier nicht verwirren. Es lohnt sich, nicht direkt am Terminal in ein Taxi zu steigen, sondern ein paar Meter zu laufen und sich eines anzuhalten. Mitunter wird dann nur ein Fünftel des Terminal-Preises fällig. Für den Notfall ist die Durchwahl zur Taxizentrale im Handy Gold wert.

Doppelt hält besser

Mindestens genauso viel wert ist ein funktionstüchtiger Geldautomat. Gerade in Touristenhochburgen wie Kuta gibt es Geldautomaten wie Sand am Meer. Doch nicht jeder funktioniert so wie er soll und nicht jeder nimmt offenbar jede Kreditkarte. Gefühlt nimmt nur jedes zweite Restaurant Kreditkarten an, daher empfiehlt es sich, immer etwas Bargeld (auch für die frischen Kokosnüsse am Straßenrand in der Tasche zu haben.

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Mädchenkram

Was Männern im Traum nicht einfällt, kann für Frau mitunter eine mittelschwere Urlaubskrise bedeuten. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, gehört ein Paket Taschentücher unbedingt in den Rucksack oder die Strandtasche. Denn so unterschiedlich wie die Kulturen sind auch die Toiletten auf der ganzen Welt. Gerade viele öffentliche Toiletten dürften für den durchschnittlichen westlichen Touristen etwas befremdlich sein. Statt Toilettenschüssel und – Sitz gibt es ein eingefasstes Loch im Boden und dort, wo man vielleicht das Toilettenpapier vermutet, ist ein Wasserbecken mit Schöpfkelle.

Ähnlich überraschend aber zum Glück wesentlich geruchsneutraler war mein erster Besuch in einem balinesischen Spa, von denen es auf der Insel unzählige gibt. Hier lassen sich richtige Schnäppchen schlagen aber auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Da ich mich für den hoteleigenen Spa entschieden habe, konnte ich eigentlich nicht viel falsch machen. Außer eben, es ist das erste Mal und die nette Kosmetikerin tut sich etwas schwer mit dem Englisch. Daher sicherheitshalber hier die Aufklärung: Das kleine Schälchen mit der Limettenscheibe, das ihr vor der Behandlung zusammen mit dem feuchten Waschlappen gereicht bekommt, ist nicht etwa Desinfektionsmittel, sondern Ingwer-Tee. Also lasst es euch schmecken!

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PRAY – BALI DIARY #3

If you think of Bali, you probably think of beautiful beaches, magnificent temples and the desire for a fulfilled lifestyle. Bali is just that – and so much more. We explored the island together with our scooter and our backpack and collected some hopefully useful advices.

There are probably only two different ways to explore Bali. Either you invest some money on a really nice resort where you can praise the turquoise water and the incredible taste of the fresh papaya two weeks in a row or you chose to hide in the local crowd, trying to cross as many points of our bucketlist as possible, chasing waterfalls, rice fiels and vulcanoes. There is no right or wrong – both can be very fulfilling. Those two ways of traveling are pretty different though. Without a doubt: Bali is beautiful. But at the same time it’s terribly packed with people, sometimes really loud and often pretty dirty.

I’m not allowed to complain. All these things are caused by us – the tourists. Instead of complaing I spend a lot of time in Bali thinking about all the bad things we’re doing that have an influence on nature and the environment. But this is a different topic. Perhaps even a different blogpost.

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The following advices and experinces would have been helpful before we started our trip. You never know – they could be helpful for your next vacation as well:

„transport, transport!“

Even though Bali is not that big – it’s 5.780 square kilometer if you want the precise number – it’s almost impossible to explore the whole island within two weeks. Mainly because you need more time to get from A to B than anywhere else in the world. Of course I’m kidding. This is just the intention you get when you’re used to German streets and paces. This is due to the traffic you will find everywhere on the streets and the huge number of scooters on the island.

There are two things that you can get at every corner: massages and transport. It’s actually easier to find 100 new friends with a scooter than walking down the street without being involved in a scooter sales pitch. Many locals do this kind of transport business for a living, that’s why they can be pretty persistent sometimes.

Personally I prefer a little more safety instead of spending half of my vacation in a balinese hospital. That’s why we declined every nice offer that contained a scooter, three people and no helmets. Actually the prices that you are supposed to pay for these adventures are often higher those you have to pay at a professional scooter rental. We chose to book a scotter at Bali Bike rental and we were pretty happy about what we got for our money. Not only the scooter was in very good condition, it was also delivered to our hotel and picked up at the end of our rental time. Especially if you plan to use your mobile phone for navigation, it’s useful to order not only helmets but the additonal holder they offer for your phone.

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The blue bird

If you’re planning a bigger trip or you want to travel with luggage, a scooter isn’t the best choice though. Especially fort he common tourist routes you should go for an official Taxi company like Bluebird. Please repeat: I will never enter a Taxi without asking for the price. I will never… Ok, I guess you got it. To be prepared even better, it’s a good idea to collect some information about the actual route and the common prices in an online forum. The price range is endless and often only determined by the driver.  Particularly if you need to go from the airport to your hotel or backwards, there will be hundreds of drivers trying to win you as a customer. Don’t let them confuse you. It’s often worth it to walk some meters before stopping a Taxi outside the terminal. Here you often pay less than a quarter of the original price. Always have the Taxi company’s phone number with you in case of an emergency.

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Better safe than sorry

Equally as important as this telephon number is a functional ATM. Particularly in tourist centers such as Kuta there are ATMs at every corner. Unfortunately not everyone of them is working properly. Or they just don’t want to take your credit card. Round about half of the restaurants and bars accept credit cards at all. So it’s better to have some pocket money with you. You will need it at least fort he fresh coconuts you can buy on the roadside.

Girls stuff

I’m sure men don’t even care but for girls some things have the potential to destroy a whole trip. Like not having hankies with you, when you need them most. Toilets are as diverse as cultures are. Especially public toilets in Bali can be a little surprising for the average German tourist, Where there is a seat and a bowl in Germany, there only is a hole in the ground in Bali. And stop looking for the toilet paper, you’re supposed to use the water and the scoop next to you!

Likely surprising but luckily less smelly was my first Spa experience in Bali. There are thousands of Spas on the island and chances are good to get good value for your money. If you can’t decide where to start, aks your new friends in the online forum again. I booked a treatment in our hotel spa. The only challenge we had was a little communication problem we had. To cut a long story short: The small cup with the piece of lemon isn’t an antiseptic for your hands. It’s traditional ginger tea. Cheers!

 

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