MARATHON COUNTDOW #2

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56,72 Kilometer bin ich diese Woche gelaufen. Ab und zu stelle ich mir ja wirklich die Frage: Warum zum Teufel sollte man eigentlich freiwillig so lange rennen? „Weil’s Spaß macht!“, erinnerte mich im Laufe der Woche meine bessere Hälfte. Ach so. Und weil nur noch eine Woche bis zum Marathon bleibt.

Montag – 16,62km in 1:28:22h gelaufen – 5:19min/km

Ich erzählte ja bereits von meinen wöchentlichen Yoga-Exkursen. Einmal die Woche mache ich das herzlich gerne, weil es mich aus meinem Mittagspausentief zieht und meine vom Laufen und Kraftsport geschundenen Muskeln, sicher ein wenig Dehnung gebrauchen können. Leider führt mir diese eine Stunde auf der Matte wöchentlich vor Augen, was ich gar nicht kann. Neben der Krähe (daran arbeite ich noch!) ist das vor allem eines: Atmen. So stellte ich mir im herabschauenden Hund schon des Öfteren die Frage, was in meiner Natur wohl falsch gelaufen ist, dass ich die natürlichste Nebenbeschäftigung der Welt so schlecht beherrsche. Ein und aus und ein und…klar, da kann man schon einmal durcheinander kommen. Leider hat das nicht nur Auswirkungen auf den Entspannungsgrad meines Hundes, sondern auch auf meine aktuelle Ausdauer beim Laufen. Mit so bitterbösen Seitenstechen wie aktuell habe ich schon nicht mehr gekämpft, seit in der Grundschule die Runde um den Sportplatz mein Gang nach Canossa war.

Dienstag – Gym – Brust & Rücken

Eine starke Körpermitte beeinflusst aktiv das Laufen, so heißt es. Der Bauch läuft mit. Das merke ich auch immer, wenn ich vorher zu viele Pancakes in ihn hineingesteckt habe. Heute heißt es aber erst einmal: Kräftigen und schwitzen.

Mittwoch –12,6km in 1:11:55h gelaufen – 5:42min/km

Hamburg ist die Stadt mit den meisten Brücken Europas. Und die Stadt mit den meisten roten Ampeln. Da erste ist erwiesen, das zweite eine Feldstudie meinerseits. Nach der dritten roten Funzel war die Pace dieses Laufes jedenfalls im Eimer.

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Donnerstag – Restday

Ein Tag Pause bedeutet einen Abend Zeit, sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Zum Beispiel der richtigen Unterhose für den großen Lauf. Kein Scherz, meine liebe Freundin und Marathon-Kumpanin in spe brachte mich diese Woche ins Grübeln. Ich fühle mich ein bisschen wie Carrie Bradshaw, wie ich hier so gedankenverloren sitze und tippe: Muss ich mich für die perfekte Marathon-Vorbereitung mit der Reibung meiner Unterwäsche beschäftigen?

Freitag – 7,5km gelaufen – ohne Zeiterfassung

Eine unfreiwillig kurze Runde. Gefühlt hätte ich beim Laufen ganz nebenbei noch Bäume ausreißen können. Leider galt das nur für mich und nicht für meinen Laufpartner. Den Rest der Strecke ging es daher im Taxi nach Hause. Gefühlt ging das aber auch nicht schneller als Laufen. Challenge accepted.

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Samstag – 20km in 1:50:00h gelaufen – 5:30min/km

Und da ging sie dahin, die letzte Chance, vor dem Marathon einmal die 30 Kilometer Distanz zu knacken. Aber nachts um elf geht mir dann doch die Puste aus. Aber ich bin optimistisch. Zumindest die Halbmarathondistanz fühlt sich im Moment fast schon routiniert an.

Sonntag –Restday

Heute in einer Woche… Ich will gar nicht daran denken.

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